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28. Juli 2021

Empathie

Empathie als Unterrichtsfach

Einmal in der Woche üben sich dänische Schulkinder zwischen sechs und sechzehn Jahren in Empathie. In dieser Stunde sprechen die Schüler und Schülerinnen über Probleme und Gefühle und versuchen, für Probleme gemeinsame Lösungen zu finden. Der Unterricht soll die Bereitschaft und Fähigkeit fördern, sich in andere hineinzuversetzen. Empathie steht schon seit 1993 auf dem Lehrplan. Einfühlungsvermögen kann nämlich trainiert werden, wissen Psychologen. Statt Wettbewerb wird also Mitgefühl geübt. Empathie gilt im Norden Europas als wichtige Stütze der Demokratie. Möglicherweise trägt das Schulfach auch dazu bei, dass die Dänen im jährlichen Glücksranking immer ganz oben stehen. (Quelle: Ursache/Wirkung Nr. 112)

Empathie sorgt für ein besseres Miteinander - im Kleinen in Beziehungen, Familien, Gruppen ... und im Großen in der Gesellschaft. Ob im Privatleben oder im Berufsleben, aus meiner Sicht ist Empathie unerlässlich. Und, dass es bei den Dänen funktioniert habe ich selbst schon beobachten können. Mitten in Kopenhagen und das mehrfach. Um nur ein Beispiel zu nennen: Die Dänen fahren gerne und viel mit dem Fahrrad. Dafür gibt es extra viele und breite Fahrradwege. Da in dänischen Städten jedoch wie überall Fahrradfahrer, Fußgänger und Autofahrer gleichzeitig unterwegs sind, kommt es gelegentlich auch mal zu Situationen in denen ein Radfahrer bremsen muss. Doch statt wie meist in Deutschland beobachtet, schimpft hier keiner wenn er mal abbremsen oder kurz absteigen muss. Ganz im Gegenteil man entschuldigt sich und schenkt sich ein Lächeln. Dieser entspannte Umgang miteinander ist doch wirklich erstrebenswert oder was meinen Sie?

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