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20. Dezember 2021

Empathie - gerne mehr davon!

Empathie als Unterrichtsfach

Einmal in der Woche üben sich dänische Schulkinder zwischen sechs und sechzehn Jahren in Empathie. In dieser Stunde sprechen die SchülerInnen über Probleme und Gefühle und versuchen gemeinsam Lösungen zu finden und Verständnis für einander zu entwickeln. Der Unterricht soll die Bereitschaft und Fähigkeit fördern, sich in andere hineinzuversetzen.

Bereits seit 1993 steht Empathie im Lehrplan der Dänen, denn Einfühlungsvermögen kann trainiert werden. Statt Wettbewerb wird also Mitgefühl geübt. Mehr noch: Empathie gilt im Norden Europas als wichtige Stütze der Demokratie. Möglicherweise trägt das Schulfach aber auch dazu bei, dass die Dänen im jährlichen Glücksranking immer mit ganz oben stehen. (Quelle: Ursache/Wirkung Nr. 112)

Empathie sorgt für ein besseres und entspannteres Miteinander - im Kleinen in Beziehungen, Familien, Teams und Gruppen ... wie im Großen in Unternehmen und der Gesellschaft. Ob im Privatleben oder in der Berufswelt - Empathie ist aus meiner Sicht unerlässlich. Sie tut uns allen gut!

Und dass es bei den Dänen tatsächlich funktioniert habe ich selbst schon beobachten dürfen. Mitten in Kopenhagen und das mehrfach. Um nur ein Beispiel zu nennen: Die Dänen fahren gerne und viel mit dem Fahrrad. Dafür gibt es extra viele und breite Fahrradwege. Da in dänischen Städten jedoch wie überall Fahrradfahrer, Fußgänger und Autofahrer gleichzeitig unterwegs sind, kommt es gelegentlich auch mal zu Situationen in denen ein Radfahrer bremsen muss. Doch statt gereizt und unhöflich zu reagieren, wie es leider oft in Deutschland zu beobachtet ist, schimpft hier keiner wenn er mal abbremsen oder kurz absteigen muss. Ganz im Gegenteil: man entschuldigt sich und schenkt sich ein Lächeln. So funktioniert Empathie schon im täglichen Umgang in Kleinigkeiten miteinander. 

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